Über die Region

Allgemeines über den Ortsteil Mettau

Mettau vom Mettauerberg her gesehen mit dem Laubberg im Hintergrund

 

Lage

Das Dorf Mettau liegt im unteren Teil des Mettauertals, an der engsten Stellen des Tales. Östlich des Dorfzentrums fliesst der Mettauerbach - von Oberhofen her kommend - in den Etzgerbach. Dieser entspringt auf der Geissberg-Nordseite im Gemeindeareal Villigen und fliesst auf 7 Kilometern in nordwestlicher Richtung durch die Dörfer Hottwil, Wil und Mettau gegenden Rhein, in den er beim Dorf Etzgen einmündet. Das Tal wird auf beiden Seiten von Hügeln des Tafeljuras begrenzt, die im unteren Bereich steil aufragen und danach in flacher ansteigende Hochebenen übergehen. Im Norden befindet sich die zu einem grossen Teil landwirtschaftlich genutzte Zelgebene, die durchschnittlich 120 Meter über dem Talboden liegt; an deren Flanke wird Weinbau betrieben. Die Ebene dehnt sich über einen Kilometer in nördlicher Richtung bis zum Ischlag aus und fällt dann steil zum Rhein ab; im Osten wird sie durch den schmalen Grat der Egghalde begrenzt. Auf der anderen Talseite erstreckt sich das Gemeindegebiet auf dem steilen Nordhang der Meiershalde, bis in eine Höhe von rund 450 m. ü. M.

 

Geschichtliches

Eine in Thessaloniki während der Regierungszeit von Konstantin dem Grossen geprägte Goldmünze, die 1922 in Mettau gefunden wurde, weist darauf hin, dass während der Römerzeit ein Weg von Vindonissa durch das Mettauertal zum Rhein existierte. Die erste urkundliche Erwähnung von Mettow erfolgte im Jahr 1254. Das Dorf bildete den Mittelpunkt eines Gerichtskreises und eines Dinghofes, der im Besitz des adligen Damenstifts in Säckingen war. Er war aus einem früheren Rodungsverband entstanden und umfasste das gesamte Mettauertal mit Ausnahme von Gansingen. 

 

Die Landesherrschaft über das Gebiet lag bis 1386 beim Haus Habsburg-Laufenburg und ging dann an die ältere Linie der Habsburger über. Diese verpfändeten nach dem Waldshuterkrieg von 1468 das gesamte Fricktal an Burgund. Als die Burgunder von den Eidgenossen während der Burgunderkriege vernichtend geschlagen worden waren, kam Mettau 1477 wieder unter österreichische Herrschaft. Nach der Reichsreform des österreichischen Kaisers Maximilian I. im Jahr 1491 gehörte Mettau zu Vorderösterreich und war Teil der Kameralherrschaft Laufenburg.

 

Während des Schwabenkriegs von 1499 zogen Bauern aus dem Mettauertal plündernd durch die Dörfer im benachbarten Berner Aargau. Während des 17. Jahrhunderts gab es kaum längere Friedenszeiten. Der Rappenkrieg, ein Bauernaufstand, dauerte von 1612 bis 1614. Der Dreissigjährige Krieg, der zwischen 1633 und 1638 auch das Fricktal erfasste, warf das Dorf in seiner wirtschaftlichen Entwicklung zurück. Auch während des Pfälzer Erbfolgekriegs (1688–1697) zogen fremde Truppen durch die Region. 1797 wurde das Fricktal nach dem Frieden von Campo Formio ein französisches Protektorat. Während des Zweiten Koalitionskriegs verlief hier die Frontlinie zwischen den Armeen Frankreichs und Österreichs.

 

Am 20. Februar 1802 wurde der Kanton Fricktal gegründet, der sich im August der Helvetischen Republik anschloss; damit war Mettau schweizerisch geworden. Die Gemeinde war ein Teil des Distrikts Laufenburg. Nach der Vereinigung des Fricktals mit dem Kanton Aargau am 19. März 1803 verkleinerte sich die Grossgemeinde Mettau, da die einzelnen Dörfer sich loslösten und eigenständige Gemeinden bildeten: Wil machte 1803 den Anfang, danach folgten 1832 Oberhofen und schliesslich 1833 Etzgen. Der grösste Teil des Dorfes wurde 1827 durch einen verheerenden Brand zerstört. 

 

 

 

Die neue Gemeinde Mettauertal

Der Ortsteil Mettau bildet seit dem 1. Januar 2010 - zusammen mit den bisherigen andern Ortsteilen Etzgen, Oberhofen, Hottwil und Wil - die neue politische Gemeinde Mettauertal. Mit der Fusion zur Gemeinde Mettauertal wurden die verschiedenen Gemeindeverwaltungen zur Zentralverwaltung zusammengelegt, welche im neuen Verwaltungszentrum in Mettau - dem ehemaligen Schulhaus - domizilisiert ist. 

 

Mit der neuen Grossgemeinde Mettauertal - flächenmässig heute die grösste Gemeinde im Kanton Aargau - wurde auch ein neues Gemeindewappen geschaffen, welches die zentralen Werte Sonne und Wasser beinhaltet.

 

Links zur Gemeinde Mettauertal:

http://www.mettauertal.ch/

http://player.vimeo.com/video/29199235?byline=0&portrait=0

de.wikipedia.org/wiki/Mettau_AG

 

 

 

Die Kirchgemeinde Mettau

Zusammen mit den heutigen Ortsteilen Etzgen, Oberhofen, Wil und Hottwil bildet Mettau die Kirchgemeinde Mettau mit der dominanten Pfarrkirche St. Remigus. Seit Mitte 2012 ist die Verwaltung der Kirchgemeinde Mettau im neuen Verwaltungszentrum in Mettau zuhause, in welches Gebäude auch ein Gemeindesaal sowie eine Wohnung integriert sind.